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Winter 2010

My Medium Is My Massage

Termine: 13.10.2011 Spinnwerk Centraltheater

"The medium is the massage" lautet eine druckfehlerhafte Variante des bekannten Slogans des Philosophen und Medientheoretikers Marshall McLuhan (The Medium is the Message), die er adaptierte, um Effekte von Medien auf das menschliche Sensorium als massierend zu beschreiben. Das Intermedia Orkestra und 21 PerformerInnen des Leipziger Immanuel-Kant-Gymnasiums nahmen dies zum Aufhänger um über drei Monate unterrichtsbegleitend eine intermediale Performance zu erarbeiten. Das Ergebnis trägt den Titel "My Medium Is My Massage".

Für vier Stunden werden parallel zwei "intermediale Massagepraxen" in der Stadt eröffnet. Für zwölf Besuchergruppen zu je vier Personen beginnt die "Therapie" im Spinnwerk Leipzig: dort wird man "tatsächlich" massiert, interviewt und Akteur einer multimedialen Umgebung – gesteuert und inszeniert von einer jungen Performancegruppe. Im 20-Minutentakt verkehrt ein Shuttlebus ins Schulgebäude, wo der zweite Teil wartet. Auf Basis eines Fragebogens wird für jeden Besucher ein individueller Therapieplan erstellt, der durch die einzelnen Sinneszellen des Kellers der Schule führt: "Bassage", eine Erzählung zwischen Transparenz und Störung oder eine besondere Bestrahlung des fünften Sinns zielen darauf ab "auch die stärkste Verspannung performativ zu lösen" (aus dem Ankündigungstext)

Uraufführung: 13. November 2010 simultan im Spinnwerk (Centraltheater Leipzig) und im Immanuel-Kant-Gymasium Leipzig.

Beteiligte: 21 SchülerInnen der Klassenstufe 9 (Künstlerisches Profil), sowie Sabine Männel, Jutta Schubert und Petra Brückner (betreuende Lehrerinnen) und Silvio Mark (Leitung Massage-Workshop)

Mit: Lydia Ackermann, Leyla Aliyeva, Irina Astakhova, Emilie Baumgarten, Carolin Birkmann, Selma Hannemann, Jascha Hitzemann, Tobias Helm, Nele Köckeritz, Sascha a.k.a. "Kody", Miriam Kompa, Marius Miethe, Ngoc Anh Pam, Hanh Vu Thi Phuong, Maureen Ponater, Julia Römer, Nadine Schulz, Sarah Springsguth, Jacqueline Stoll, Edna Zvornicanin, Maria Tchernova

Gefördert von Verbundnetz Gas AG, Allianz Versicherung (Heiko Meining), Sachsen-Therme und Heimerer GmbH

Kreuzer Magazin 11/2010, Philipp Piechura:
"Der Garant von Sinn und Bedeutung, der große Handlungsträger, der Geschichte vorantreibt oder sie wartend Geschichte sein lässt ist verschwunden." - "McLuhan erklärte den körperlichen Einfluss von Medien auf den Körper als Massage der Sinne. Jetzt soll der Druckfehler Praxis werden. Gut vorbereitet durch einen professionellen Massage-Workshop wird dem Publikum auf den Leib gerückt."